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Südtirols neue Lagenbezeichnungen - U.G.A. ab Jahrgang 2024

Südtirols neue Lagenbezeichnungen - U.G.A. ab Jahrgang 2024

Als etabliertes Qualitätsmerkmal für Weine aus Italien gab es bisher nur die geschützte Herkunftsbezeichnung DOC oder die garantierte Herkunftsbezeichnung DOCG. 98% der Südtiroler Rebfläche ist als DOC ausgewiesen. DOC bedeutet „Denominazione di Origine Controllata“. Weine, die dieses Siegel tragen stammen aus einem klar abgegrenzten geografischen Gebiet und unterliegen im Anbau, Ertrag, Lese und Ausbau strengen Vorschriften. Für die DOC-Bezeichnung „Südtiroler“ gibt es sechs Unterzonen: Eisacktaler, St. Magdalener, Terlaner, Meraner, Vinschgau und Bozner Leiten. Kalterer See ist eine eigenen DOC seit 1970 und damit die Älteste in Südtirol.

LAGENKONZEPT SÜDTIROL – EINFÜHRUNG MIT DEM JAHRGANG 2024

Nun ist ein Lagenkonzept in Südtirol hinzugekommen. Eine langwierige Arbeit mit dem Ergebnis von 86 seitens des Landwirtschaftsministeriums in Rom anerkannten Einzellagen, U.G.A. , das steht für „Unità Geografiche Aggiuntive“. Erstellt wurden diese detaillierten Einzellagen aus einer Kommission von Agronomen, Önologen, Weinbauern, Produzenten und Weinbauhistorikern. Das Lagensystem basiert auf der Überzeugung, dass die Qualität der Trauben maßgeblich von dem Terroir, also den Bodenarten, Mikroklimazonen, Meereshöhe, Hangneigung, Sonneneinstrahlung Thermik, Luftzirkulation und Niederschlägen beeinflusst wird. Und jede Traubensorte fühlt sich an „ihrem“ Wohlfühlort besonders zuhause, wächst und gedeiht und bringt gesundes und wohlschmeckenden Traubengut hervor. Weitere Bedingungen für das Lagenkonzept waren, dass die Bezeichnung der einzelnen Lagen bereits in dem historischen Kataster der Kaiserin Maria Theresia‘s aus dem Jahre 1858 verzeichnet sein musste und die Lagen homogen sind.

Für jede Einzellage wurden die zugelassenen Rebsorten definiert. Pro Lage sind eine bis maximal 5 Rebsorten zugelassen. Die Trauben eines Lagenweines müssen zu 100% aus der entsprechenden Lage stammen. Lagenweine wurden mit dem Jahrgang 2024 eingeführt und sind an einem Piktogramm auf dem Etikett erkennbar. 

NOCH MEHR QUALITÄT IM GLAS

So weit so gut. Was bedeutet das nun für die Lagenweine? Das Lagensystem gibt eine praktische Orientierung für die genaue Herkunft der Weine, denn 100 % der Trauben müssen aus der jeweiligen Lage kommen. Ein intensives Qualitätsstreben steckt hinter den Lagenweinen. So wurde beispielsweise auch die Höchst-Erntemenge für die Lagenweine um 25 % im Vergleich zu der DOC festgelegten Menge reduziert. Die Lagenweine dürfen auf dem Etikett das Lagenzeichen, ein Piktogramm einer stilisierten Traube, neben dem Lagennamen tragen.

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