Mit nur noch 1% der Anbaufläche in ganz Südtirol, spielt der Silvaner Mengenmäßig keine Rolle mehr. Die Anbaufläche hat sich in den vergangenen 30 Jahren auch um die Hälfte reduziert. Doch sie wird schon sehr lang angebaut. Schon Mitte des 19ten Jahrhunderts wurde sie bei Brixen angebaut. Nach wie vor wird der Silvaner in Südtiroler mit "Y" geschrieben.
Die wenigen Laden des Sylvaners beschränken sich fast ausschließlich auf das Eisacktal. Die Rebsorte ist nicht ganz so winterfest wie Kerner, hat aber ähnliche Ansprüche an Klima und Boden. So befinden sich geeignete Lagen im mittleren Eisacktal bei Klausen, wo Vulkangestein Diorit einen ganz eigenen Charakter verleiht. Oder im Brixner Talkessel. Die Höhengrenze für Sylvaner liegt bei etwa 650 Höhenmeter. Ein ganz fantastisches Beispiel für die Herkunft aus genau diesem Gebiet ist der Pacherhof Sylvaner alte Reben. Er wächst zwischen 620 - 670 Höhenmeter auf schottrigen Moränenböden mit Glimmerschiefer, Paragneis und Quarzit. Er duftet herrlich nach gelber Pfirsich, Nashi-Birne und zarten Bergkräutern. Die Säure der Sylvaner ist fein und schön eingebunden. So eignen sich diese Weine hervorragend zu Fisch, Pastagerichten oder Wurstwaren.